von Ann-Kathrin Germann | Feb 24, 2022 | Blog

 

Diese Social Media Trends 2022 sollten in deiner Social Media Strategie auf keinen Fall fehlen. Ob auf TikTok, Instagram und Co. – ganz egal. Wir verraten dir, welche Social Media Trends dieses Jahr besonders angesagt sind und wie du sie für dein Marketing nutzt. Let’s dive in!

 

 

1. User Generated Content: Authentizität rules!

User Generated Content – kurz UGC – ist zwar kein neuer Social Media Trend, jedoch im Jahr 2022 nicht wegzudenken.  UGCs, das ist Content – zum Beispiel ein Bild oder Video – welcher von User:innen erstellt und gepostet wurde und dann wiederum von Marken oder Unternehmen genutzt werden kann. Auf den Social-Media-Platttformen sind UGCs meist in Form von Videos zu finden, zum Beispiel als Videorezension. Aber wieso solltest du für dein Unternehmen und deine Marke dieses Jahr auf nutzergenerierte Inhalte setzen?

Welche Vorteile hat User Generated Content?

Marken und Unternehmen, die User Generated Content nutzen, profitieren von Reichweite und Authentizität der Content-Ersteller:innen und können besonders leicht Vertrauen und Sympathie vermitteln.
Fangen wir doch mit einem Beispiel an: Deine beste Freundin hat sich eine neue Sporthose gekauft und erzählt dir beim Coffee-Date davon. Sie schwärmt von der Qualität, dem Tragegefühl und dem Preis-Leistungsverhältnis. Du erwischst dich, wie du darüber nachdenkst, dir die gleiche Hose zu kaufen, weil deine beste Freundin so begeistert ist. Kaum Zuhause angekommen, befindet sich die Sporthose schon im virtuellen Einkaufswagen.
Warum? Weil du deiner besten Freundin – und ihrer Empfehlung – vertraust. Und zwar mehr, als du (Werbung) einer Marke oder einem Unternehmen je trauen würdest. Und da sind wir schon beim größten Vorteil des User Generated Contents: Authentizität. Und die ist bei Verbraucher:innen von enorm hoher Wichtigkeit und entscheidet über den Kauf eines Produkts.

Good to know

70 Prozent der Konsument:innen vertrauen Kund:innenbewertungen und Empfehlungen mehr, als dem offiziellen Content von Marken.

 

Ein weiterer Vorteil des User Generated Contents ist, dass er Traffic auf deine Website bringen kann. Laut einer Studie können Marken bis zu 26 Prozent mehr Traffic auf ihrer Seite erzielen, wenn sie Kundenbewertungen auf Twitter teilen. Aber auch Ads – geschaltete Werbeanzeigen auf Social Media -– die auf nutzergeneriertem Content basieren haben Vorteile. Diese erreichen durchschnittlich vier Mal höhere Klickraten und sind dabei wesentlich günstiger als ’normale‘, von Unternehmen und Marken geschaltete Ads.
Ein kurzes Video, ein Tweet oder ein Post über dein Produkt oder deine Dienstleistung ist also nicht nur authentischer, sondern kommt bei der Zielgruppe ebenfalls besser an, gerade, wenn deine Zielgruppe der Person schon lange folgt und ihr vertraut. Achtung: User Generated Content ist nicht Influencer Content. UGCs werden von ‚gewöhnlichen‘ Leuten gemacht.

Ein Beispiel für UGC ist der Content auf Instagram unter dem Hashtag #bmwrepost:

 

Worauf wartest du also noch? Animiere deine Community zum Erstellen von User Generated Content, zum Beispiel, wie hier bei BMW, durch einen Hashtag, unter welchem die User:innen Bilder deines Produkts oder deiner Marke posten können. Eine weitere Möglichkeit ist es, auf Twitter Kundenrezensionen zu retweeten.

2. Kurzvideos: Emotionen wecken, Zuschauende binden!

Laut einer Umfrage zum Thema Videomarketing von Social Media Today, verweilen 83 Prozent der Befragten länger auf einem Social-Media-Profil, wenn dort Videos vorhanden sind.
Unternehmen, die jetzt denken „Das Thema Kurzvideo betrifft mich nicht“, sollten beachten, dass in derselben Umfrage 85 Prozent angaben, dass sie gerne mehr Videoinhalte von Unternehmen sehen möchten.

Wo ist das möglich? Instagram und TikTok sind ganz vorne dabei, wenn es um Hochkant-Kurzvideos geht. Instagram hat IGTV abgeschafft und setzt vermehrt auf Reels, dem Konkurrenzformat zu TikTok. TikTok ermöglicht zwar mittlerweile ebenfalls Videos von einer Länge von bis zu drei Minuten hochzuladen, die Nummer 1 bleibt allerdings der Snackable Content: Kurzer knackiger Content, der schnell und mehrmals hintereinander konsumierbar ist. Dabei ist es erstmal egal, ob hochwertig oder welche Message dahinter steckt – Hauptsache authentisch. Entscheidend sind hier die ersten zwei bis drei Sekunden, um User:innen zu catchen.
Mit ihren „Shorts“ möchte YouTube den Hochkant-Kurzvideo-Trend mitgehen, aber unserer Meinung nach wird YouTube vorrangig eine Plattform für lange Videos bleiben.

Tipp

Lerne deine Zielgruppe und ihre Interessen kennen, um das Maximum – große Reichweiten und viele Views – mit Kurzvideos zu erreichen. Setze auf starke Bilder und kreative Texte in den ersten Sekunden, um Emotionen und Interesse zu wecken und die Zuschauer:innen zu binden.

 

3. TikTok: Hoheitsgebiet der Gen Z?

Was einst Musically und Vine waren, ist heute TikTok – mit mehr als 100 Millionen Nutzenden alleine in Europa. TikTok und TikTok Marketing sind unserer Meinung nach aus den Social Media Trends 2022 nicht mehr wegzudenken. Die App konnte (eignenen Angaben zufolge) 2021 45 Prozent mehr Nutzer:innen verzeichnen – von 689 Millionen auf über 1 Milliarde.
Für viele Unternehmen scheinen beim Thema TikTok jedoch Skepsis oder Hemmungen weiter zu überwiegen. Wieso? Oft lesen wir, dass es daran läge, weil auf TikTok nur „tanzende Gen Z Girls und fake Beziehungsstories“ zu finden seien und man dort sowieso nur die Genz Z erreichen könne. Das können wir beides so nicht unterschreiben. Natürlich dominiert die Gen Z (~1997-2010) weiterhin TikTok, allerdings finden auch immer mehr Millennials (~1981-1996) und auch die Generation X (~ 1966-80) und die Boomer (~1956-65) ihren Weg in die App. Durch gezieltes Influencer Marketing auf TikTok und Zielgruppenanalysen können alle relevanten Gruppen erreicht werden.

Natürlich finden sich immer noch viele „Tanz-Videos“ und Fake-Stories auf TikTok, die Social Media Plattform bietet aber noch viel mehr und zeigt eventuell auch neue Ansätze im Social Media Marketing auf. Wie zum Beispiel der globale Erfolg der Sängerin GAYLE mit ihrem Song „abcdefu“, hinter dem allem Anschein nach ein sogenannter „industry plant“ steckte. GAYLE rief ihre Follower:innen auf TikTok auf, ihr in den Comments Ideen für Songs dazulassen. Eines der Kommentare: „Schreib einen Break-up-Song mit Hilfe des Alphabets.“ GAYLES Antwort auf diesen Kommentar war ihr Song „abcdefu“ – dieser ging viral. Denn die TikTok User:innen waren hautnah dabei und am neuen Song beteiligt. ABER: Dieser Kommentar kam anscheinend von Nancy Berman, einer Digital Marketing Managerin bei Atlantic Records, dem Musiclabel von GAYLE.

TikTok ist außerdem dabei die App unternehmensfreundlicher zu gestalten. So kamen zum Beispiel bereits Unternehmensprofile, Werbeanzeigen und der Creator-Marktplatz dazu.

Wenn wir schon bei der Comment-Section sind: Viele Marken und Unternehmen entdeckten im vergangenen Jahr den Kommentarbereich für sich: Durch strategisches Kommentieren mit Fingerspitzengefühl und Witz erzielten sie enorme Reichweiten, steigerten international ihre Markenbekanntheit und gewannen die Sympathie der Plattformuser:innen.

Unser Tipp

Schaufel dir Ressourcen für TikTok frei, beschäftige dich aktiv mit der Plattform und ihren Eigenheiten und mach dich an deine TikTok-Marketingstrategie für 2022!.

 

Brauchst du Hilfe bei deiner TikTok Strategie? Dann kontaktiere uns. Wir beraten und unterstützen dich gerne.

4. Corporate-Social-Responsibility: Haltung zeigen!

In den letzten Jahren wurde es für Unternehmen und Marken immer wichtiger, sich gesellschafts-politisch zu positionieren und Haltung zu zeigen – auch und gerade in den Sozialen Netzwerken. Daran ist die Gen Z nicht gerade unschuldig, sie verändert die Welt, steht für globale Themen ein, will die Zukunft zum Besseren verändern. Setzen sich Unternehmen und Marken dann für ein Herzensthema der User:innen ein und positionieren sich öffentlich dazu, sind laut einer McCANN Studie 69 Prozent der Befragten bereit, mehr Geld für ein Produkt zu zahlen.

 Das sind einige der Top-Themen:

 

Das sollte für Unternehmen allerdings kein Freifahrtschein sein, sich nur nach außen für diese Themen einzusetzen, um mehr Umsatz zu generieren – Stichwort: Greenwashing. Bei Corporate-Social-Responsibility geht es darum, intern und extern zu 100 Prozent hinter einer Haltung zu stehen. Nehmen wir das Beispiel Sexismus: Positioniert sich ein Unternehmen auf Social Media klar gegen Sexismus, sollte diesem Thema intern mindestens genauso viel Bedeutung geschenkt werden. Mitarbeitende sollten geschult und sensibilisiert werden, eventuelle Vorfälle ernst genommen und angegangen werden.

5. Influencer Marketing: Auch 2022 ein Must-Have.

Influencer Marketing ist und bleibt 2022 einer der zentralen Social Media Trends. Gerade hier spielen User Generated Content, Snackable-Content und Kurzvideos eine große Rolle. Influencer:innen vermitteln ihrer Community Vertrauen und Authentizität und ihre „Werbung“ empfinden User:innen eher als Empfehlung ihrer besten Freundin oder ihres besten Freundes.
Hier entscheidest du selbst, ob Makro-Influencer:innen mit 100k+ Follower:innen oder Micro-Influencer:in mit 1k bis 100k Follower:innen die richtige Wahl sind. Der Vorteil bei Letzteren: Die Kosten sind überschaubarer und meist haben diese eine starke und engagierte Fan-Base. Sie erreichen zwar weniger Menschen, dafür aber die ‚Richtigen‘, mit deutlich mehr Wirkung.
Weitere Infos zu Influencer-Marketing lest ihr bald in unserem Blogbeitrag zu Online Marketing.

6. Social Media Kundenservice: Telefonieren war gestern!

Wer kennt es nicht: Du möchtest mit dem Kund:innenservice telefonieren und hängst mehrere Minuten in der Warteschlange fest und den Jingle in Dauerschleife kannst du schon mitsingen. Noch besser: Es ist nur Kontakt per E-Mail möglich, eine Antwort dauert Tage, die Lösung deines Problems Wochen.
Inzwischen haben auch User:innen erkannt, dass sie auf Social Media schneller zu einer Antwort und Lösung kommen, wenn sie Unternehmen oder Marken über Social Media anschreiben. Das bleibt bei vielen Unternehmen nicht unerkannt und sie reagieren darauf. Sie helfen ihrer Kundschaft über die Social Media Plattformen weiter. Das ist vor allem für Kund:innen bequemer und schneller. Einfach das Unternehmen auf Instagram ausfindig machen und eine Nachricht mit deinem Anliegen schreiben – „Zack!“ wird dir geholfen. So habe ich es bereits mehrere Male erlebt. Wo mit E-Mails und Anrufen kein Weiterkommen in Sicht war, half eine Direct Message.
Als Unternehmen solltest du darauf auch in 2022 setzen und interne Maßnahmen ergreifen, wie zum Beispiel dein Social Media Team entsprechend briefen und im Kund:innenservice weiterbilden, aber auch den Workflow zwischen Social Media und der entsprechenden Abteilung festlegen. So sparst du dir nicht nur Kosten für Kund:innenservice, sondern bindest deine Kundschaft durch schnelle, unkomplizierte Problemlösung an dich. Du bietest ein positives Erlebnis trotz eventueller Probleme, die überhaupt erst zur Kontaktaufnahme geführt haben.

Wie du siehst, sind nicht alle Social Media Trends 2022 neu, aber trotzdem noch immer relevant.
Du hast noch Fragen oder benötigst Unterstützung bei deinem Social Media Marketing? Dann kontaktiere uns kostenlos. Wir helfen dir gerne weiter.

 

Ann-Kathrin bringt langjährige Erfahrung in der redaktionellen Arbeit & im Bereich Social Media mit. Ihre Schwerpunkte: Multimedia-Redaktion, Social Media Management, Content Creation, Projekt Management. Außerdem hat sie bei der Produktion mehrerer Terra Xpress Sendungen mitgewirkt.

 

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Max Antwerpes
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