Bye bye Koffein, hello CBD – Finn Hänsel von VAAY #63

„Für mich ist CBD das Koffein des 21. Jahrhunderts.“ Finn Hänsel ist zu Gast bei „Das Digitale Sofa – Impulse!“ und spricht über sein erfolgreiches Cannabis-Start-up VAAY und wie er damit auf ein neues, entspannteres Lebensgefühl setzt.

Im Interview mit KEMWEB CEO Oliver Kemmann erzählt er von seinem Berliner Unternehmen, das CBD-Produkte für den alltäglichen Gebrauch entwickelt – wie Massageöl, Mundspray oder Badekugeln.

Diese sollen helfen, den Gedanken-„Noise“ im Kopf zu reduzieren, um entspannter und gleichzeitig fokussierter zu werden. Damit gehört VAAY zu einer relativ jungen Branche im europäischen Markt, in der er jedoch großes Potenzial sieht.

Finn ist überzeugt, dass sich das Mindset unserer Gesellschaft in den letzten Jahren gewandelt hat: weg von Selbstoptimierung hin zu Selbstfindung und Entspannung. Und Corona verstärkt dies noch mehr. Wir sagen: Eine spannende Entwicklung, die für viele andere Produktbereiche eine Rolle spielen kann!

Wie wissenschaftlich ist eigentlich die Wirkung von CBD belegt? Welche Chancen sieht Finn im Cannabis-Markt der Zukunft? Und wie will er Aufklärung gegen die gesellschaftlichen Vorurteile betreiben? Antworten darauf gibt´s in der neuen Podcast-Folge!

 

Shownotes:

www.linkedin.com/in/finnhaensel
www.vaay.de

www.sustanimal.de/

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ALLE THEMEN DES PODCASTS MIT FINN HÄNSEL IM ÜBERBLICK:

  • Idee und Gründung von VAAY (ab 02:24)
  • CBD als Koffein des 21. Jahrhunderts (ab 06:34)
  • Zielgruppe und Klientel (ab 10:31)
  • Marketinghemmnisse (ab 14:02)
  • Wie wirkt CBD? (ab 27:34)

PODCAST-ZUSAMMENFASSUNG

Finn Hänsel, Gründer von VAAY, spricht im Podcast über sein Start-up, dass auf ein entspanntes Lebensgefühl setzt und CBD-Produkte für den alltäglichen Gebrauch entwickelt.

Auf die Idee für ein Cannabis-Start-up kam Finn vor einigen Jahren mit seinem Mitbegründer Fabian Friede. In der Vergangenheit hatte sich Finn bereits aufgrund verschiedenster Gründe für die Legalisierung von Cannabis eingesetzt. 2018 kam dann der Entschluss nochmal neu mit einem eigenen Start-up anzufangen.

 

Cannabis als Lifestyle-Produkt

Unter der Marke VAAY werden CBD-Produkte verkauft – in Form von Arzneimitteln aber v.a. in Form von Produkten, die für den alltäglichen Gebrauch entwickelt werden. Damit gehört VAAY zu einer relativ jungen Branche im europäischen Markt, in der Finn großes Potenzial sieht. In den USA und Kanada gibt es CBD-Produkte dagegen schon seit längerem.

Im Fokus der VAAY-Produkte steht der gesundheitliche Aspekt der Pflanze und die beruhigende Wirkung. CBD steht dabei für Cannabidiol, dem Aspekt der Hanfpflanze, der nicht high macht und nicht als Betäubungsmittel verwendet wird.

„Wie wirkt CBD? […] Jeder Mensch hat halt tausend Gedanken jeden Tag und tausend Sachen, die im Kopf schwirren. Ich nenne das mal Grübelzwang. […] Und was CBD halt so ein bisschen tut – laut Studien – es hilft dir quasi auf Englisch den ‚noise‘ zu reduzieren, also den Lärm, der eigentlich unwichtig ist, zu reduzieren und sich auf die wichtigen Sachen zu fokussieren.“

D.h. CBD hilft, sich besser zu konzentrieren aber zu entspannen. Außerdem unterstützt es den Ein- und den Durchschlafprozess. Passend zu diesen Bereichen bietet VAAY ein Produktangebot aufgebaut, dass sich um diese drei Wirk-Bereiche Entspannung – Schlaf – Regeneration konzentriert. Finn ist es wichtig, CBD-Produkte anzubieten, die ganz einfach in den Alltag integriert werden können, wie Weingummis mit Hanfextrakt, Sprays, Öle, Badekugeln oder Sportgel. Neben CBD arbeitet VAAY mit Sekundärwirkstoffen, wie speziellen Vitamine wie B6 oder B12 oder Melatonin. Damit die Produkte ihre Wirkung entfalten könnten, sollten diese regelmäßig verwendet werden. Außerdem sollte man sich im Klaren sein, dass die Mittel nicht bei jedem Menschen gleich gut wirken.

 

CBD das Koffein des 21. Jahrhunderts?

Für Finn ist es das! Er ist der Meinung, dass es in den 90ern und frühen 2000 noch ein anderes Mindset in der Gesellschaft gab: „Da hieß es immer mehr und schneller und größer und noch mehr arbeiten und noch wacher sein. Und was hat man dafür getan? Man hat halt viel Kaffee getrunken.“ Energydrinks haben ihren großen Durchbruch gehabt. Mittlerweile hat sich der Mindset gewandelt: Yoga, früher Nischensport, heute massentauglich. Es gibt Apps, die sich auf Meditation und Selbstfindung konzentrieren.

„Man sieht also, irgendwas ist gesellschaftlich passiert, dass die Leute wieder zu sich selbst finden möchten und sich beruhigen möchten. Und was wir dort sehen, ist das CBD, so ein bisschen das neue Koffein ist. Ebenso wie man Koffein sowohl in Schokolade, Kaffee, Tee oder wie auch immer aufnehmen kann, sehen wir auch das Potenzial bei CBD.“

Deshalb Finn will CBD in Produkte des täglichen Bedarfs integrieren, die Leute ohnehin konsumieren. So wie Kaffee, Tee oder Energydrinks einen festen Platz im täglichen Leben finden.

 

Corona als Beschleuniger

Laut Finn hat die Corona-Krise den Wandel im Mindset der Menschen zusätzlich verstärkt. Märkte zu Themen wie Yoga und Meditation sind die letzten Jahre ohnehin schon viel gewachsen, aber in der Corona-Krise exponentiell, weil die Leute sich zu Hause damit beschäftigt haben. Finn will CBD als Teil eines gesunden Lebensstils etablieren, zu dem zum Beispiel auch Yoga, Meditation und Sport gehören können. Er ist überzeugt, dass VAAY vom „Selbstfindungstrieb“ der Menschen profitiert hat. Allerdings kennen bis jetzt nur 40 Prozent der Deutschen CBD. 60 Prozent sagen bis heute, sie haben noch nie davon gehört.

Die erste Zielgruppe von VAAY besteht im Kern aus 20- bis 40-jährigen, aus den „Neugierigen“, wie Finn sie bezeichnet und Menschen, die den Ausgleich suchen. „Das sind Leute, die halt harte Jobs haben und abends Probleme am runterzukommen. Was wir propagieren – Nimm doch einfach CBD Tropfen oder CBD Gummis. Das erspart dir den Kater am nächsten Tag, du wirst nicht betrunken und musst kein Alkohol zu dir nehmen.“ Dazu kommt die zweite Zielgruppe aus ungefähr 50-jährigen, die sich für Naturkunde interessieren und natürliche Alternativen zu Arzneimitteln suchen.

 

Aufklärungsarbeit notwendig

Im Podcast kommt Finn auf die Vorurteile der Gesellschaft und die rechtlichen Probleme, mit denen VAYY zu kämpfen hat, zu sprechen. Er will das Thema entstigmatisieren, denn in der Bevölkerung bestünde nach wie vor ein sehr starker Aufklärungsbedarf.

Das Problem ist, dass bis vor fünf bis sechs Jahren rein rechtlich kein Unterschied zwischen Cannabis und den einzelnen Inhaltsstoffen der Pflanze gemacht wurde. Cannabis als gesamte Pflanze ist als Droge klassifiziert. Cannabis war verboten, mit Ausnahme des Nutzhanfs. Dass in der Cannabis-Pflanze noch andere Wirkstoffe außer dem THC enthalten sind, die eben nicht psychoaktiv sind – das ist eine relativ neue Entwicklung.

Und tatsächlich haben die meisten Zahlungsdienstleister, sei es Google, Amazon oder Facebook alle Richtlinien, die verbieten, die Cannabis-Pflanze oder Teile der Pflanze zu bewerben, weil die gesamte Cannabis-Pflanze als Droge klassifiziert ist. Aber dass auch andere Wirkstoffe wie CBD enthalten sind, ist noch nicht in den Köpfen der Leute angekommen. Deshalb fokussiert sich die Werbung von VAAY auf Kanäle, in denen es diese Regelung nicht gibt. Stattdessen wird ein bunter Mix aus TV- und Radiokampagnen, und Content-Marketingmaßnahmen betrieben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Content-Marketing.

Ihr wollt wissen, wie Finn Aufklärung gegen die gesellschaftlichen Vorurteile betreiben will und welche Chancen er im Cannabis-Markt für die Zukunft sieht? Dann hört schnell rein in die neue Podcast-Folge!

 

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