Design ist mehr als schnell mal schön – Maren Martschenko, Markenberaterin #86

Design als visualisierte Unternehmensstrategie der Zukunft! Was das bedeutet, erklärt Buchautorin und Markenberaterin Maren Martschenko in der zweiten Folge unseres Bookshots-Specials. Mit KEMWEB CEO Oliver Kemmann spricht sie über ihr neues Buch „Design ist mehr als schnell mal schön“ und die Rolle von Design und Kreativen der Zukunft.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Soundcloud zu laden.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Die Beratungsbranche wird in einer zunehmend komplexer werdenden Welt immer wichtiger. Besonders in Zeiten von Social und Physical Distancing kommt der Gestaltung der Kommunikation zwischen Marken und Menschen umso mehr Bedeutung zu. Maren ruft Kreative deshalb dazu auf, ihre Rolle neu zu denken und als gestaltende Berater*innen aktiv die strategischen Unternehmensziele mitzugestalten.

Mit ihrem Werk bringt Maren eine neue innovative Sichtweise auf Design und die Rolle von Kreativen auf den Weg. Das Buch ist dementsprechend für alle interessant, die gestaltend und/oder beratend tätig sind. Erschienen ist Marens neues Werk übrigens im Mainzer Verlag Hermann Schmidt, deren Publikationen nicht nur bei Designerliebhabern großen Anklang finden.

Wieso eine Markenberaterin ein Buch für Designer schreibt? Und wie es hinter den Kulissen der Buchproduktion zuging? Jetzt reinhören in die neue Folge unserer Bookshots-Reihe von „Das Digitale Sofa“!

Shownotes:

Hier geht´s zu Marens neuestem Werk

Webseite von Maren

Marens LinkedIn Profil

Webseite des Hermann Schmidt Verlags

Link zu unserem Podcast zum Thema Female Leadership mit Maren

 Wenn euch diese Folge gefallen hat, gebt uns euer Gefällt mir, Daumen hoch oder die 5 Sterne auf Apple Podcasts, Spotify & Co. – und teilt und liked uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn und Twitter!

ALLE THEMEN DES PODCASTS MIT MAREN MARTSCHENKO IM ÜBERBLICK:

  • Warum eine Markenberaterin ein Buch für Designer schreibt (ab 02:39)
  • Wie die Zusammenarbeit mit dem Hermann Schmidt Verlag ablief (ab 08:40)
  • Wieso Kreative nicht als Berater*innen wahrgenommen werden (ab 15:37)
  • Über agile Organisationsberatung (ab 24:50)
  • Ob das Buch die Branche der Unternehmensberater*innen überflüssig machen könnte? (ab 36:56)
  • Über Marens Schreibflow und was ein Kloster damit zu tun hat (ab 41:32)

PODCAST-ZUSAMMENFASSUNG

„Und wir müssen eben neu gestalten, wie wir miteinander kommunizieren, wie wir miteinander arbeiten, wie wir Kundenbindung herstellen in Zeiten von Social Distancing. All das will ja gestaltet werden. Und das hat relativ wenig mit dem Gestalten von Benutzeroberflächen oder Ästhetik zu tun, sondern das geht ja viel tiefer“ – so Maren Martschenko. Die Markenberaterin und Autorin stellt im aktuellen Podcast ihr neues Buch „Design ist mehr als schnell mal schön vor“.

Kreative als Strategen

In Marens Buch geht es um die Bedeutung von Design und die Rolle der Kreativen im Beratungsprozess. Maren ist der Ansicht, dass Kreative ihr Portfolio besser präsentieren sollten, da Design nicht nur im künstlerischen Bereich, sondern auch in der Unternehmenskommunikation eine große Bedeutung hat. Die Arbeit zwischen Strategie und Design sei eng verknüpft.

Maren lebt den Grundsatz ihres Buchs

So teilt Maren sich als Beraterin ein Büro mit vier Designerinnen und sie ist überzeugt: Die gemeinsamen Workshops gewinnen an Qualität, wenn die Designerinnen bei einem Projekt von Anfang an am Tisch sitzen würden. Insbesondere, wenn es darum geht, frühzeitig einen Ausblick darauf zu geben, wie ein designtes Produkt am Ende aussehen könnte. Wenn es nach Maren geht, sollte nicht erst das strategische Konzept am Anfang eines Workflows stehen, damit sich das Design erst am Ende anschließt. Ganz im Gegenteil: Kreative sollten von Beginn an in den Arbeitsprozess eingebunden werden, um bessere Endergebnisse erzielen zu können. Eben nicht am Ende  „schnell mal schön“ – denn diese Einstellung würde den Kompetenzen der Designer*innen nicht gerecht werden.

Wieso werden Designer*innen nicht als Berater wahrgenommen?

Als eine der Gründe für diese Wahrnehmung gibt Maren die weite Verbreitung von Online-Plattformen an, die Design-Dienste anbieten, was den Eindruck erwecke, dass ein Design immer schnell konzipiert sei. Doch die Kernkompetenz von Kreativen sei schließlich nicht das Schöne, sondern der kreative strategische Prozess davor, der allerdings oft übersehen werden würde. Stattdessen würden Designer*innen oft auf Kundenwunsch hin auf den letzten Drücker arbeiten und dürften weder beraten noch das Beste rausholen, weil der Kunde beratungsresistent sei. So könnten Kreative kaum ihrem Gestaltungsanspruch treu bleiben.

Neues Bewusstsein von Design

Aber wieviel Nutzen kann daraus gezogen werden, wenn in Zukunft Kreative auch beratend tätig sind? Wenn es nach Maren Sicht geht, sehr viel! Ihrer Meinung nach käme die Beratungsbranche bald an ihre Grenzen und muss sich weiterentwickeln. In Zukunft würde Beratung in unserer komplexer werdenden Welt immer wichtiger werden. Allerdings würde sich die Art der Beratungsprozesse ändern: vom linearen hin zum agilen Beratungsmodell. Umso bedeutsamer würde die Neugestaltung der Kommunikation mit dem Kunden werden. Denn Design könne nicht nur für Gestaltung der Prozesse, sondern ebenfalls für die Gestaltung der Unternehmensstrategie genutzt werden.

Vier Jahre lang hat Maren ihrem neuen Werk gearbeitet. Dabei hat sie auch ihre eigenen Beratungsmethoden infrage gestellt und hinterfragt.

Das Buch ist ein Must-Read für Jeden, der in als Kreative*r tätig ist und/oder Kunden berät und erklärungsbedürftige Produkte verkauft. Ihr wollt mehr über Marens neuen Titel erfahren und ob dieser auch für euch interessant sein könnte? Dann hört einfach in die neue Podcastfolge von „Das Digitale Sofa“ rein. Viel Spaß beim Hören!

Previous

Next