Digitalisierung wird weiblich – Sanja Stankovic von Digital Media Women #69

Hier ist sie: Episode 2 des Themenschwerpunkts Female Leadership ist da! Im Podcast-Talk mit KEMWEB CEO Oliver Kemmann erzählt Sanja Stankovic, wie sie mit ihrem Netzwerk Digital Media Women e.V. den digitalen Wandel weiblicher macht.

Sanja ist als Profi für digitale Kommunikation auf vielen Kongressen zu Gast. Irgendwann stellte sie fest: Auf den Bühnen waren fast nur Männer präsent. Das wollte sie ändern – und gründete 2010 mit anderen Frauen die Digital Media Women.

Der Verein setzt sich für mehr Investorinnen und Gründerinnen in der Unternehmenslandschaft ein und vernetzt mittlerweile über 20.000 Frauen in der Digitalwirtschaft. Den digitalen Wandel sehen sie als Chance, um ihre Vision einer gleichberechtigten Arbeitswelt – in der Frauen mehr Einfluss haben – umzusetzen.

Als Netzwerkerin, Gründerin und Leiterin der Unternehmenskommunikation im Unternehmen von Ralf Dümmel, einem Investor aus „Die Höhle der Löwen“, lebt Sanja bereits die Zukunft der Digitalisierung – und die wird weiblich!

Woran liegt es eigentlich, dass so wenige Frauen auf den Bühnen im Digitalbereich vertreten sind? Das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Folge von „Das Digitale Sofa“!

 

Shownotes:

www.linkedin.com/in/sanja-stankovic

www.linkedin.com/company/digital-media-women-e-v

digitalmediawomen.de

www.facebook.com/DigitalMediaWomen

www.hamburg-startups.net

www.linkedin.com/company/german-innovation

 

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ALLE THEMEN DES PODCASTS MIT SANJA STANKOVIC IM ÜBERBLICK:

  • Über Sanja und ihre Karriere (ab 00:19)
  • Alles über die Digital Media Women e.V. (ab 03:03)
  • Über festgefahrene Strukturen, Vorbilder und respektvolles Miteinander (ab 12:23)
  • Sanjas Meinung zu einer Frauenquote (16:21)
  • Sanjas Tipps, Frauen zu motivieren, mehr Startups zu gründen (ab 20:20)
  • Wird es in Zukunft mehr Frauen auf den Kongressbühnen geben? (ab 28:22)

PODCAST-ZUSAMMENFASSUNG

Gründerin, Netzwerkerin und zeitgleich Pressesprecherin von Jörg Dümmel aus „Die Höhle der Löwen“! Darüber hinaus engagiert sie sich für eine gleichberechtigte Arbeitswelt, in der Frauen mehr Einfluss haben!! Die Rede ist von Sanja Stankovic, der Gesprächspartnerin von Oliver Kemmann im Talk zum Podcast-Themenschwerpunkt Female Leadership.

 

Über Sanja und ihre Karriere

„Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll“ – so Sanjas Worte.  Sanja Stankovic ist Pressesprecherin bei der DS-Produkte GmbH, ihr Chef ist Ralf Dümmel aus „Die Höhle der Löwen.“ Daneben ist sie mit verschiedenen Projekten sehr umtriebig:  Vor zehn Jahren gründete sie mit sieben anderen Frauen das Netzwerk „Digital Media Women“ in Hamburg. Heute ist das Netzwerk deutschlandweit aktiv und vernetzt über 20 000 Frauen im digitalen Bereich.

Vor sieben Jahren hat sie „Hamburg Startups“ mitbegründet, dass als Plattform die Start-up Szene in Hamburg miteinander verbindet. In diesem Jahr kam „german.innovation“ hinzu, dass eine Vielzahl in Deutschland angesiedelter Digital- und Kreativunternehmen im Ausland repräsentiert.

Ursprünglich hat Sanja Kulturwissenschaften studiert und sich bereits zu Studienzeiten viel mit der digitalen Szene und digitaler Kommunikation beschäftigt. „Und da habe ich mir sehr viel selbst angeeignet und bin sehr viel auf so kleinen Barcamps gewesen und diversen Konferenzen wie der re:publica oder auf den CCC Kongress […] bin ich ja irgendwie reingerutscht in diese ganzen digitalen Themen, weil ich einfach alles so unfassbar spannend finde, was da passiert.“

 

Die Digital Media Women

Ihrem großen Interesse geschuldet, war Sanja auf vielen Veranstaltungen in der digitalen Szene unterwegs. Ihr fiel auf, dass das Publikum prozentual etwas männlicher war, auf der Bühne hingegen fast gar keine Frauen vertreten waren: „[D]as hat mich einfach gestört. Ich habe mich auch gefragt, warum das so ist“. Daraufhin tat sie sich mit Carolin Neumann, einer Journalistin und Medienunternehmerin, zusammen und gründeten den Verein „Digital Media Women“ mit dem Ziel Frauen (auch auf Digitalbühnen) sichtbarer zu machen. „Und das fängt damit an, dass man auch selber einfach mal sagt: Ich bin bereit, auf die Bühne zu gehen.“ Anfangs noch aufgeregt, ist Sanja heute ganz entspannt auf der Bühne unterwegs.

 

Weshalb es so wenige Frauen auf Kongressbühnen gibt

Sanjas persönlichen Erfahren nach gibt es drei Hauptgründe, weshalb prozentual weniger Frauen auf den Bühnen der digitalen Szene vertreten sind:

Ihrer Meinung nach sind Männer oft besser vernetzt als Frauen und schneller bereit, auf die Bühne zu treten. „Ich glaube auch durchaus, dass es teilweise eine Frage des Selbstbewusstseins ist, dass Frauen über 120 Prozent sind und dann erst sagen: Okay, ich stelle mich dann irgendwie auf die Bühne und erzähle was zu dem Thema“. Und wenn Frauen irgendwann Kinder und Familie haben, würde ihnen schlichtweg die Zeit fehlen. Sanja glaubt, dass in vielen Beziehungsmodellen es immer noch so ist, dass die Kindererziehung bei den Frauen liegt und oft zuhause bleiben.

 

Weshalb Unternehmen aktiv an einer Veränderung arbeiten sollten

Sanja spricht sich für eine Frauenquote aus – übergangsweise: „[W]eil sich sonst nichts ändern wird. Das glaube ich schon. Man hat einfach in zu vielen Bereichen, zu festgefahrene Strukturen.“ Denn das Ziel der Digital Media Women eines Tages überflüssig zu sein, ist noch lange nicht erreicht. „Ich glaube, man muss es ja aus unterschiedlicher Perspektive betrachten. Ich finde es auch Blödsinn, grundsätzlich immer irgendwie zu verlangen, auf jeder Konferenz einen Frauenanteil auf der Bühne von 50 Prozent haben. Ich finde, dass der Anteil dementsprechend sollte, wie sein sollte, wie das reale Verhältnis auch Experten Bereich auch tatsächlich ist.“

Sanja ist der Meinung, dass Unternehmen aktiv einer Veränderung arbeiten und Zeit und Geld investieren müssen. Weil sich sonst nichts ändern würde. Ohne aktive Arbeit würden nicht mehr Frauen in Führungspositionen arbeiten. Es gäbe aber Branchen und Unternehmen, die schon relativ weit vorne in diesem Bereich sind: Aktiv gegen Diskriminierung, Sexismus und für ein respektvolles Miteinander arbeiten. „Und wenn man nicht bereit ist, dagegen relativ klar vorzugehen? Als Unternehmen verliert man, glaube ich, relativ schnell die guten Frauen. Es gibt ja nicht wenige, die eine Mega-Karriere hingelegt haben und dann irgendwann den Job irgendwie komplett in den Rücken wenden, weil sie einfach keine Lust mehr haben, sich aufzureiben“. Darüber hinaus wäre der Umgang mit der Sprache in einem Unternehmen wichtig. Sanja sieht es problematisch, wenn in Schriftstücken immer nur die Rede von männlichen Kollegen ist. Wenn nur von Männern geredet werden würde, würden keine weiblichen Vorbilder geschaffen werden.

Trotzdem blickt Sanja positiv in die Zukunft, was die Repräsentation von Frauen auf Bühnen der digitalen Szene angeht. Wieso das so ist und wie sie Frauen motivieren will, Start-ups zu gründen? Und weshalb das Thema Entrepreneurship in der Schule und Uni angesprochen werden sollte? Das alles und vieles mehr erfahrt ihr in dieser Folge!

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