Female Leadership mit Vast Forward & KEMWEB #67

Heute startet KEMWEB CEO Oliver Kemmann seine persönliche Learning Journey zum Thema Female Leadership. 10 Folgen von „Das Digitale Sofa“ lang spricht er ausschließlich mit Frauen, über deren Unternehmen oder Projekte, über ihre Karrieren, Erfahrungen und Ideen für eine gleichberechtigte Welt.

Den Anfang machen Maren Wagener und ihr Mann Matthias von der Digitalagentur Vast Forward sowie Judith Kemmann, Olivers Frau, seit Anfang an im Gründerteam von KEMWEB und heute fulltime für F&A verantwortlich.

Die vier haben sich vor einigen Jahren auf der Work Awesome in Berlin kennengelernt und in der Corona Zeit ihren fachlichen Austausch noch deutlich vertieft. Und das, obwohl Maren und Matthias auf ihrem Schiff „Vast“ den Lockdown in einem Hafen in Mallorca überstehen mussten und die beiden Kemmanns schon nach einer Woche wieder aus ihrerm nagelneuen Workspace ins Homeoffice im schönen Rheinhessen übersiedeln mussten.

Grundsätzlich zwei unterschiedliche Modelle, geschäftlich, privat und familiär und damit ein spannender Blick auf das Thema „Female Leadership“ in der Kick-Off Folge der neuen Serie!

Alle vier sind sich sicher, dass es wichtig ist, über „Female Leadership“ und die Rolle der Frau in modernen Gesellschaften und Unternehmen zu sprechen. Dass es hier auf der anderen Seite auch kein richtig oder falsch gibt, sondern jede Frau durchaus eine andere Sichtweise auf ihre Rolle in Beruf, Familie und Gesellschaft hat, wie Maren und Judith in dieser Episode zeigen.

 

 

Uns interessiert eure Meinung zu dem Thema, schreibt uns in den Kommentaren, empfehlt uns spannende Gesprächspartnerinnen und weist uns auf tolle Projekte hin, damit wir über dieses Format wieder viele neue Impulse geben können!

Wenn ihr euch mit Oliver grundsätzlich mal über das Thema Digitalisierung unterhalten wollt, dann besucht unsere Webseite und vereinbart einen Termin für einen ersten telefonischen Austausch: www.kemweb.de/kontakt/

 

Shownotes:

vast-forward.com

 

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ALLE THEMEN DES PODCASTS MIT MAREN UND MATTHIAS WAGENER IM ÜBERBLICK:

  • Beweggründe für den Themenschwerpunkt Female Leadership (ab 00:00)
  • Vorstellung von Maren und Matthias Wagener von Vast Forward (ab 04:04)
  • Vorstellung von Judith Kemmann von KEMWEB (ab 06:37)
  • Warum über Frauen in Führungspositionen explizit gesprochen werden sollte (ab 07:32)
  • Über das Frauennetzwerk „Ladies Mentoring“ (ab 13:23)
  • Gründe für die niedrige Frauenanzahl in Führungspositionen (ab 17:53)
  • Wie es dazu kam, dass bei Vast Forward nur Frauen im Management sitzen (ab 27:18)
  • Ausblick: Wer sich welche Impulse aus den kommenden Podcast-Folgen wünscht (ab 36:52)

 

PODCAST-ZUSAMMENFASSUNG

Im Sommerurlaub fiel KEMWEB CEO Oliver Kemmann auf, dass in seinem Podcast „Das Digitale Sofa – Impulse“ unter den Gästen hauptsächlich Männer aber kaum Frauen vertreten waren. Die Gründe dafür will er mit dem neuen Podcast-Themenschwerpunkt „Female Leadership“ herausfinden. In seiner persönliche Learning Journey spricht er 10 Folgen lang ausschließlich mit Frauen: Über Karrieren, Unternehmen, Projekte, Erfahrungen und Ideen für mehr Gleichberechtigung in der Arbeitswelt.

In der Kick-Off Folge diskutiert er mit Maren und Matthias Wagener von der Digitalagentur Vast Forward, sowie seiner Frau Judith Kemmann, im Gründerteam von KEMWEB, zuständig für Verwaltungs- und Finanzthemen. Eine spannende Folge, denn die vier leben im Privat- und Arbeitsleben zwei völlig unterschiedliche Modelle.

 

Ein Segelboot als Arbeitsplatz

Kennengelernt haben sich die vier auf der Work Awesome in Berlin. Sie halten digital Kontakt, denn die beiden Wageners leben und arbeiten von ihrem Schiff „Vast“ aus, mit dem sie seit 2015 auf dem Mittelmeer segeln. Maren ist Inhaberin und Geschäftsführerin von der Agentur Vast Forward, die sie 2008 gegründet hat. Matthias hat zwar keine geschäftliche Führungsrolle im Unternehmen, spielt aber trotzdem eine wichtige Rolle im Unternehmen. Das Management der Agentur und die Besetzung der Festangestellten-Stellen besteht ansonsten ausschließlich aus Frauen.

 

Wieso über Frauen in Führungspositionen gesprochen werden sollte

„Aus meiner Erfahrung […] bin ich eigentlich bei sowas echt immer skeptisch. Warum muss man das denn leider heutzutage immer noch so trennen? Und warum ist es immer noch ein Thema? Viel schöner wäre ja eigentlich, wenn es eine Selbstverständlichkeit wäre, dass das einfach völlig gleichberechtigt ist und nicht immer noch betont werden muss, dass Frauen auch und so weiter. Aber leider ist es halt de facto einfach noch nicht so weit“ – so Judith Kemmanns Sichtweise. Sie ist der Meinung, dass es nach wie vor zu viele Erziehungsschemata und Strukturen gibt, die eine Gleichberechtigung nicht möglich machen. Und vielleicht sollte gerade deshalb über das Thema gesprochen werden, um es sich bewusst zu machen. Auf der anderen Seite nervt sie das Thema Frauenquote aber auch und ärgert sich, dass es so etwas überhaupt noch braucht.

Matthias Wagener teilt diese Sichtweise. Ihn begleiten diese Themen schon sein ganzes Leben lang, da seine Mutter in der Frauenarbeit der Gemeinde aktiv war. „Von daher glaube ich, dass es immer noch wichtig ist, weil sich seit dieser langen Zeit viele Dinge noch nicht wirklich so verändert haben, dass sie im Alltag sehr verständlich sind.“ Er findet es deshalb besonders spannend, entsprechend Frauen in Führungspositionen zu finden, die im Podcast ihrer eigenen Perspektive eine Stimme geben und darüber berichten können.

 

Das Frauennetzwerk Ladies Mentoring

Mit genau diesem Thema setzt sich auch das Netzwerk Ladies Mentoring auseinander, in dem sich Maren Wagener engagiert. Gegründet wurde das Netzwerk von Tatjana Kiel und vereint Frauen aus den unterschiedlichsten Positionen: Führungspositionen, Selbstständige, ganz normale Angestellte. „Die Initiative richtet sich an Frauen, aber nicht gegen Männer. […] Der Name „Ladies Mentoring“ ist Programm, denn ein wesentliches Element ist die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen. Schließlich hat jede Frau ihre Geschichte zu erzählen, die als Quelle der Inspiration dienen kann. Sich gegenseitig zu stärken und zu ermutigen ist eine der wichtigsten Aufgaben des Netzwerks. Dabei liegt der Fokus klar auf Beruf und Karriere, unterfüttert mit Werten wie vernetztem Denken und Verbindlichkeit.“

 

Job oder Familie?

Für Maren ist ein zentraler Grund für die geringe Frauenanzahl in Führungspositionen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: „Da gibt es Frauen, die sich entscheiden müssen, ob sie den Karriereweg gehen oder ob sie möchten, weil die Berufe, in denen sie Erfolg haben wollten oder weiterkommen wollten, dass nicht hergegeben haben. Dass man Familie und Beruf vereinbaren kann. Einige von ihnen sich für die Familie entschieden haben und ihren Schritt nicht gehen konnten.“

Judith ist der Meinung, dass eine Frau – falls sie sich für Familie und Kinder entscheidet – oft auch für eine längere Zeit zuhause, bei den Kindern bleibt. Ob das Frauen erziehungsbedingt so anstreben würden oder ob es noch andere Gründe für dieses Verhalten gibt, kann sie allerdings nicht benennen. Sie selbst blieb auch erst zuhause, hat dann aber schnell den Anschluss an das Arbeitsleben gesucht. „Das hat schon auch wirklich gut getan, wieder etwas anderes parallel zu tun. Aber ich glaube einfach, dass für mich es einfach wichtig war, dass die Kinder jetzt zur weiterführenden Schule gegangen sind. Dass ich mittags da bin, dass irgendwie zu Hause gegessen wird, bis sie wirklich nicht mehr so ganz klein sind. Und ich glaube, dass zerreißt schon viele. Klar gibt es die Möglichkeit, die länger betreuen zu lassen und sie noch weiter irgendwo fremd betreut zu kriegen oder aber die Familie auch abzudecken. Mir war das schon ein Bedürfnis, viel Zeit für sie zu haben, und das geht halt nun mal nicht alles gleichzeitig.“ Vielleicht wäre aber der Wunsch, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen nicht groß genug gewesen. Lieber hat sie Zeit für die Kinder, solange die sie noch brauchen: „Ich glaube, auf Biegen und Brechen die Karriere. Das hätte ich auch nicht gewollt.“ Jede müsse für sich selbst und mit der jeweiligen Familie entscheiden, was der jeweils beste Weg wäre.

Matthias ist mit dem klassischen Rollenmodell aufgewachsen, sprich: Der Mann geht arbeiten, die Frau kümmert sich zuhause um die Familie. Er ist der Überzeugung, dass viele klassische Strukturen und Karrierewege in den Unternehmen nach wie vor auf dieses klassische Rollenmodell ausgelegt sind. Dass eine Schwangerschaft und Elternzeit für Unternehmen eine große Lücke bedeutet. „Das kostet Zeit, das kostet Geld. Es kostet Energie, das von jemand anders übernehmen zu lassen. Das Aufgabenfeld desjenigen derjenigen, die dann nicht da ist.“ Und die Flexibilität, die ein Unternehmen bräuchte, um mit solchen Veränderungen umgehen zu können, würde fehlen. V.a., wenn Männer keine Verantwortung für Familie übernehmen würden und diese komplett auf den Schultern der Frau läge. So wäre es kaum möglich, einen Spagat zwischen Familie und Beruf zu schaffen.

 

Ihr wollt wissen, welche Lebensmodelle die beiden Paare im Beruf- und im Privatleben verfolgen? Welche Meinung die vier zum Thema Frauenquote haben? Ob die Corona-Krise einen Wandel in den Rollenbildern herbeigeführt hat und was Virologinnen damit zu tun haben? Dann hört rein in die neue Podcast-Folge von „Das Digitale Sofa“!

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