Studie: Digitalisierung braucht Kultur und Know-how – Sven Kreimendahl von Campana & Schott #61

Was brauchen deutsche Unternehmen für eine erfolgreiche digitale Transformation? Know-how und vor allem die richtige Kultur! Das sagt der neue Future IT Report von Campana & Schott. Sven Kreimendahl war als Director Business Technology Services maßgeblich an der Studie beteiligt und teilt im Podcast mit KEMWEB CEO Oliver Kemmann seine Erkenntnisse – und spannende praktische Handlungsempfehlungen!

Sven stellt fest, dass die Digitalisierung mittlerweile in den Unternehmen angekommen ist, aber der Fortschritt nur schleichend voran geht. Eine Beobachtung, die auch Oliver Kemmann häufig schon in seinen Workshops für Digitalstrategie gemacht hat. Gründe dafür sind laut Studie mangelndes internes Know-how und eine unbewegliche Unternehmenskultur.

Sven Kreimendahl berichtet, wie Unternehmen ihre Kunden immer noch nicht stark genug einbinden, um passgenaue digitale Lösungen zu entwickeln. Und: Change Management wird nicht als ein jahrelanger und andauernden Prozess gesehen, der wirklich alle Mitarbeiter mitnehmen muss.

Welche Auswirkungen das für digitale Projekte hat, wie gerade mittelständische Unternehmen digital aufholen können und warum die Angst vor Veränderung ein deutsches Problem ist – das alles erfahrt ihr in der neuen Folge von „Das Digitale Sofa – Impulse!“. Viel Spaß beim Anhören!

Shownotes:

www.linkedin.com/sven-kreimendahl

www.campana-schott.com/future-it-report

 

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Alle Themen des Podcast mit Sven Kreimendahl im Überblick:

Vorstellung und Werdegang (ab 01:48)

Idee zur Studie kam und erste Ergebnisse (ab 03:52)

Auswirkungen von Corona auf die Studie (ab 10:43)

Kultur und Know-how (ab 17:39)

Perfektionismus als deutsches Problem (ab 24:45)

Aus welchen Fehlern Sven gelernt hat und was er jetzt bei einer neuen Studie anders machen würde (ab 32:04)

Podcast-Zusammenfassung

Wie weit ist die Digitalisierung in Deutschland vorangeschritten? Welche Ziele verfolgen deutsche Unternehmen mit der digitalen Transformation? Diese und viele weitere Fragen stellte Campana & Schott an über 180 Führungskräfte im Rahmen ihrer Studie „Future IT Report“. Sven Kreimendahl war als Director of Business Technology Services maßgeblich an der Studie beteiligt und teilt seine Erkenntnisse in Folge 61 von „Das Digitale Sofa – Impulse!“ mit Oliver Kemmann.

 

Persönlicher Werdegang und Initialidee zur Studie

Vom Maschinenbau zur Beratung und darüber dann in der IT gelandet – so beschreibt Sven Kreimendahl seinen Werdegang. Bei der internationalen Management- und Technologieberatung Campana & Schott ist er nun seit rund 15 Jahren. Das Unternehmen mit mehr als 400 Mitarbeitern in Europa und den USA, hat sich als Ziel gesetzt die Zukunft der Kunden zu gestalten. Campana & Schott hatte sich die Frage gestellt: Wie weit ist die digitale Transformation in Deutschland und in anderen Ländern? Das gab den Anreiz, eine umfangreiche Studie ins Leben zu rufen und die Ergebnisse im neuen Future IT Report festzuhalten.

 

Fazit der Studie

Über 180 Führungskräfte wurden im Rahmen der Studie befragt, um einen Status-quo der digitalen Transformation zu erhalten. Festgestellt wurde, dass die Transformation zwar ein strategisches Thema ist in deutschen Unternehmen, jedoch haben viele eine extrem positive Selbsteinschätzung bei gleichzeitig noch viel fehlendem Know-how. Außerdem ist der Kunde immer noch kein König: Er wird zu wenig in die Digitalisierungsvorhaben miteingebunden.

 

Zwangsdigitalisierung durch Corona

Im Gespräch von Sven und Oliver kommt natürlich auch das Thema Corona-Krise zur Sprache und wie sie Arbeitsprozesse beeinflusst.

Die Unternehmen waren plötzlich gezwungen sich zu digitalisieren und remote zu arbeiten, da man sonst Kunden nicht mehr erreichen konnte. Das hat einen Mind-Change hervorgerufen: Die Menschen wurden angespornt agiler zu denken und Arbeitszeiten wurden flexibler. Für diesen Mind-Change braucht ein Unternehmen viel Vertrauen, denn ob ein Mitarbeiter auch wirklich arbeitet, kann nur noch an Ergebnissen gemessen werden.

Sven ist sich sicher, dass wenn er die Studie nach Corona durchgeführt hätte,  wohl ein anderes Ergebnis entstanden wäre. Denn: Die Unternehmen haben neue Arbeitsprozesse getestet und an Reife gewonnen. Er hofft, dass die Menschen nach der Krise nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen, sondern gelernt haben schnell auf neue Anforderungen zu reagieren.

 

Know-how und Kultur

„Ich glaube ganz einfach, dass diese Haltung, diese Unternehmenskultur, dass das ein unheimlich wichtiger Aspekt ist.“, erklärt Sven. Know-how und Kultur stehen in enger Verbindung miteinander. Einem Unternehmen nützt es nichts, nur einen der beiden Aspekte zu erfüllen. Doch kauft man sich Know-how von außen ein, wird automatisch auch ein Stück neue Kultur ins Unternehmen geholt.

Außerdem sollte jeder realisieren, dass sich eine Arbeits- und Unternehmenskultur auch verändern kann. Sven empfiehlt Schulungsmaßnahmen und Change Management, um die Veränderung über einen langen Zeitraum zu begleiten. Und: Das alles als Prozess anzusehen, der nicht von heute auf morgen passieren kann. Besonders wichtig hierbei ist, Mitarbeiter immer einzubeziehen und die Führungskräfte bei Bedarf nochmal schult, um die Veränderung in die richtige Richtung zu führen.

 

Perfektionismus ist ein Problem der Deutschen

Der Perfektionismus gehört in gewisser Weise zur deutschen Kultur und hat auch negative Seiten. Man muss auch mal den Mut haben sich Fehler einzugestehen, es nochmal zu versuchen und aus seinen Fehlern zu lernen. Unteranderem sollte jeder in der Lage sein, fehlendes Know-how bei sich selbst zu erkennen, um es sich von außen holen zu können. Allgemein sollte man stets versuchen sich weiterzubilden, über den eigenen Tellerrand hinausschauen und sein Wissen mit anderen teilen.

Wenn euch das Thema interessiert und ihr erfahren wollt wie mittelständische Unternehmen digital aufholen können, wie sie mit Fehlschlägen umgehen sollten und was Sven für seine nächste Studie geplant hat – dann hört rein in die neuste Folge von „Das Digitale Sofa – Impulse!“

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