Karriere & Familie?!!! – Daniela Bublitz von BusinessMoms e.V. #74

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Ständige Zeitlimits und unflexible Arbeitszeiten machen ein berufliches Fortkommen unmöglich? – So geht es vielen Müttern, die den Spagat zwischen Familie und Beruf zu meistern haben. Besonders für Frauen in Führungspositionen eine Herausforderung. Wie sie dieses Problem gelöst hat, erzählt Daniela Bublitz in der neuen Folge unserer Female Leadership-Reihe. Im Podcast-Talk mit KEMWEB CEO Oliver Kemmann teilt sie Erfahrungen aus ihrem Leben als Businesswoman und Mutter.

Daniela machte sich als Veranstaltungsmoderatorin und Kommunikationsberaterin selbstständig, nachdem sie ihr erstes Kind bekam. Denn: Als Angestellte Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen, stellte sich als schwierig heraus.

Um mehr Bewusstsein für berufstätige Mütter in der Gesellschaft zu schaffen, rief Daniela BusinessMoms e.V. ins Leben. Ihre Vision: Mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr Gleichberechtigung im Job. Es ist ein Netzwerk für arbeitende Mütter, die sich gegenseitig austauschen und unterstützen.

Warum es besonders für Mütter relevant ist, dass mehr Frauen in Führungspositionen gelangen und wie Unternehmen Mütter proaktiv unterstützen können? Das und vieles mehr, erfahrt ihr in der neuen Folge von „Das Digitale Sofa“!

Shownotes:

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ALLE THEMEN DES PODCASTS MIT DANIELA BUBLITZ IM ÜBERBLICK:

  • Daniela, Oli und die Wirtschaftsjunioren (ab 01:07)
  • Wie sich ihre Kinder auf Danielas Karriere ausgewirkt haben (ab 04:39)
  • Weshalb es so wenige Frauen auf den Digi-Bühnen gibt und wie sich das ändern lässt (ab 10:39)
  • Weshalb der Leistungsdurchschnitt durch eine Frauenquote steigt (ab 23:31)

PODCAST-ZUSAMMENFASSUNG

„Es ist wirklich erschreckend, sehr, sehr erschreckend, wie viele Männer auf der Bühne sind und wie viele auch im Publikum“, so Daniela Bublitz. Daniela ist Veranstaltungsmoderatorin und Kommunikationsberaterin und eine der wenigen Frauen, die auf Bühnen und Events im digitalen Bereich anzutreffen ist.

KEMWEB CEO Oliver Kemmann und Daniela kennen sich noch aus ihrer Zeit von den Wirtschaftsjunioren. Für die aktuelle Podcast-Folge unserer Female Leadership-Reihe haben sich die beiden „wiedergefunden“.

Führungskraft mit Netzwerk

Daniela war in ihrem ersten Job in einem Mainzer Unternehmen Führungskraft. Sie wollte richtig viel erreichen und hat dementsprechend viel gearbeitet, fühlte sich manchmal aber auch einsam. Daraufhin entschied sie sich zu den Wirtschaftsjunioren zu gehen und baute sich dort ein Netzwerk auf. In diesem war sie allerdings nicht mehr so aktiv, nachdem sie Kinder bekommen hat. „War auch glaube ich ein bisschen schade, dass ich dann da nicht drangeblieben bin. Aber ich habe dann später auch ein anderes Netzwerk […] gegründet.“ Daniela hat die Beobachtung gemacht, dass viele Frauen mit der Zeit aus den Netzwerken verschwinden: „was man so beobachtet, wie die Frauen so wegdriften.“

Kinder UND Karriere?

Nachdem Daniela ihr erstes Kind bekam, ging sie zurück in ihren alten Job. Allerdings war es schwierig für sie im Job voranzukommen. Ständig zeitlich begrenzt zu sein und weiter Karriere zu machen, stellte sich als wahre Herausforderung heraus. Daraufhin zog Daniela die Konsequenz und machte sich selbstständig. Zunächst arbeitet sie als Kommunikationsberaterin für mittelständische Unternehmen. Heute ist sie erfolgreiche Veranstaltungsmoderatorin.

Wo sind die Frauen?

Auf Oliver Kemmanns Frage hin, wieviel Frauen auf digitalen Veranstaltungen vertreten wären, sagt Daniela: „[E]s sind einfach nur Männer!“. Bis auf die Moderatorin wären die Events fast ausschließlich männlich besetzt – auf der Bühne und im Publikum. Auf journalistischen Veranstaltungen wäre es üblich, dass der jeweilige Chefredakteur moderieren würde.

„Und dagegen kämpfe ich immer so ein bisschen“, so Daniela. Denn neben der inhaltlichen Kompetenz, sollte auch ein gewisser Unterhaltungsanspruch gegeben sein.

Zwar würde Daniela die Organisationen, die sie gebucht haben, auch mal offen ansprechen, wenn ihr auffiele, dass ausschließlich Männer auf der Bühne stünden. Eine häufige Reaktion auf ihre Feststellung wäre allerdings: „Der Geschäftsführung ist es egal“. Daniela empfindet diese Haltung als völlig inakzeptabel. Wenn es nach ihr ginge, sollten Unternehmen darauf achten, dass wenigstens 30% Frauen auf der Bühne vertreten wären, um eine größere Vielfalt auf Veranstaltungen zu schaffen. „Es sind auch super wenige [Menschen] mit Migrationshintergrund da“. Es wäre wichtig, dass eine gewisse Diversität auf der Bühne und im Publikum gewährleistet sei, wenn es darum ginge, gute Lösungen für die Wirtschaft und die Gesellschaft zu diskutieren.

Das Ziel sollte sein, 50% Frauen auf die Bühne zu holen. Unternehmen müssten dann eben mal mehr Zeit in die Suche von Moderatorinnen investieren, weil es eben noch nicht so viel bekannte Moderatorinnen gibt. Unternehmen müssten stärker an potenziellen Sprecherinnen dranbleiben und diese im Notfall auch mal überzeugen.

Ja zur Quote

„Ich bin auch absolut pro Quote, weil man ja sieht, dass man mit Freiwilligkeit nicht viel erreichen kann“, so Daniela. Im Bundestag wären beispielsweise noch nie so wenige Frauen wie heute vertreten gewesen. Die verbreitete Angst, die Qualität würde durch eine Frauenquote sinken, teilt sie nicht. Laut einer Studie würde der Leistungsschnitt durch eine Quote sogar steigen, „weil weniger mittelmäßige Männer besetzt werden würden“. Von der Quote würden auch Mütter profitieren. Es wäre hilfreich, wenn Angestellte sehen würden, dass man auch als Chefin Kinder haben kann. Es wäre wichtig Frauen zu unterstützen und nach vorne zu holen. Frauen sollten mehr Aufgaben und Verantwortung innerhalb der Familie abgeben können, um sich mehr auf den Job zu konzentrieren und mehr Kapazitäten für diesen zu haben. Dafür müssten Männer zuhause stärker unterstützen. Außerdem sollten Unternehmer private Planungen, wie Kinder, nicht ausschließen.

Für die Zukunft wünscht sich Daniela, dass die Plätze in Unternehmen und auf Veranstaltungsbühnen fair zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden.

BusinessMoms e.V.

Daniela ist überzeugt: Gerade als Mutter kann man nicht immer alles unter einen Hut bringen, man muss einen Zwischenweg finden, um Arbeit und Kinder zu vereinen. Für eine Lösung müssen Frauen und Männer gemeinsam arbeiten und sich unbedingt von Rollenklischees frei machen: Weniger Vorurteile, mehr gemeinsame Lösungen.

Um anderen berufstätigen Müttern Inspiration zu geben, hat sie die BusinessMoms e.V. in Mainz gegründet. Der Verein richtet sich an berufstätige Mütter und Wiedereinstiegsmütter. „Wir treffen uns zu Inspirations-, Themen- oder Netzwerkabenden, Workshops oder auch Diskussionen mit dem Ziel, uns gegenseitig bei unserem beruflich-familiären Balance-Akt zu unterstützen.“

Ihr wollt mehr zu den BusinessMoms erfahren? Und wieso sich Frauen trauen sollten, sich auf eine Bühne zu stellen? Welche Ideen Daniela hat, wie Unternehmen Mütter proaktiv unterstützen können? Das und vieles mehr hört ihr in der neuen Folge von „Das Digitale Sofa“.

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